Frank Steffen: Sport am Laufen halten, gemeinsam Energie sparen

Veröffentlicht in Kommunalpolitik

 

Jede Woche laufen Hiobsbotschaften in Sachen Energie über die Nachrichtensender. Gasanbieter melden Rekordpreise. Stromhersteller befürchten Versorgungslücken. Die Diskussion über Gasumlage und Mehrwertsteuer beschäftigt die Bürger. Allein erziehende Mütter, Familienväter und Seniorinnen überlegen, wie sie im kommenden Winter ohne zu frieren über die Runden kommen. Industrie und Gewerbe planen Fabriken und Anlagen mit weniger Gas, Strom und Fernwärme am Laufen zu halten. Wie sieht es in den Kommunen und in unserem Landkreis aus? Frank Steffen, Bürgermeister von Beeskow und Vorsitzender des Unterbezirkes Oder-Spree berichtet.

„Die Städte, Gemeinden und der Landkreis tragen Verantwortung für zahlreiche Schulen und Sportstätten im gesamten Landkreis. Die steigenden Preise für Energie und Wärme werfen nun deshalb die Frage auf: Wie können wir sparen, ohne den Betrieb dieser Einrichtungen zu gefährden?“

Steffen rechnet mit einer Verdoppelung bis Verdreifachung der Kosten gegenüber dem Vorjahr: „Für die Stadt Beeskow bedeutet dies z.B. 300.000 Euro mehr an Ausgaben. Eine stattliche Summe, die so bisher nicht eingeplant war.“

Die sozialdemokratischen Bürgermeister im Landkreis sind sich einig: Die Sparmaßnahmen dürfen nicht an die Substanz des Schul- und Vereinsport gehen. „Wir brauchen weiterhin grüne Rasenplätze, damit Training und Wettkämpfe weiterhin stattfinden. Ebenso müssen wir die Beleuchtung mit Flutlicht in der dunkleren Jahreszeit sicherstellen. Die Temperatur in den Hallen muss so eingestellt sein, dass Sport erträglich bleibt.“ formuliert Beeskows Bürgermeister Frank Steffen.

Die Sportvereine hätten in der Pandemie in den letzten beiden Jahren starke Einschränkungen hinnehmen müssen. „Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe. Wir können unser Zusammenleben nicht einfach auf Null fahren“. In den Schulen müssten ebenfalls vernünftige Lernbedingungen herrschen, kein Kind muss in der Kita frieren.

Die Kommunen haben in den vergangenen Jahren viel in die energetische Modernisierung der Gebäude, moderne Heizung und energiesparende Beleuchtungen in diese systemrelevanten Einrichtungen investiert. Dieses Potential könne und müsse jetzt konsequent genutzt werden.

Die Sozialdemokraten in Oder-Spree setzen auch auf den Ideenreichtum der Bürger im Landkreis. Frank Steffen: „Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung erzielen. Ein Grad Celsius weniger in der Stube heißt fünf Prozent weniger im Verbrauch. Schauen wir also gemeinsam, wo sich auch langfristig Gas, Strom und Wärme einsparen lassen." Machen Sie Ihre Vorschläge

 

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