FW: Im Gespräch mit Schüler:innen

Veröffentlicht in Jugend

 

Am Montag war Ludwig Scheetz im Rahmen des Projekts dialogP zu Besuch an der Katholischen Schule Bernhardinum in Fürstenwalde. Die Veranstaltung ist ein spezielles Besuchsformat für Abgeordnete an Schulen, das durch verschiedene Elemente einen Austausch auf Augenhöhe ermöglicht. Der Landtagsabgeordnete berichtet.

An fünf Thementischen konnte ich mit Schüler:innen der Jahrgangsstufe 10, 11 und 12 über Fragen sprechen/diskutieren, die sie zuvor mit ihrer Politiklehrerin im Unterricht vorbereitet hatten. Mit dabei waren auch Kolleg:innen aus anderen Landtagsparteien, mit denen ich im 15-Minutentakt die Plätze tauschte.

Das Projekts dialogP wird in jedem Jahr in elf Wahlkreisen des Landes durchgeführt. Die Organisation wird dabei komplett von Team des Kumulus e.V. aus Berlin, der hinter dem dialogP steht, organisiert. Die Schulen müssen sich also keine Arbeit bei Planung und Umsetzung des Formats machen.

Am ersten Thementisch ging es um die Frage nach mehr Bürgerbeteiligung. Zuerst wollten die Schüler:innen wissen, was es für Instrumente der Bürgerbeteiligung in Brandenburg gibt und ob ich diese für ausreichende halte. Dann schweifte das Thema ein bisschen ab und es ging um Rolle der Polizei in Brandenburg, wobei sich die Schüler:innen als sehr diskussionsfreudig erwiesen.

Weiter ging es mit dem Thema Nachhaltigkeit. Ich wurde gefragt, ob ich darauf achte nachhaltige Produkte zu kaufen. Eine gute Frage, über die ich mir in den letzten Jahren immer mehr Gedanken gemacht habe und dadurch nun vermehrt auf regionale Produkte zurückgreife.
Zum Ende kamen wir auf das Thema der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien zu sprechen, speziell interessierte die Schüler:innen der Ausbau der Windkraft in Brandenburg.

Das vorangegangene Thema war dann eine gute Überleitung zum nächsten Thementisch. Es ging um die Frage, ob das Land Brandenburg sämtliche politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Russland kappen sollte. Wir diskutierten, ob es angebracht wäre in der jetzigen Situation die Klimaziele über den Haufen zu werfen, um die Versorgung zu sichern. Dies konnte ich mit einem klaren NEIN beantworten.

Eine Schülerin berichtet dann noch über die private Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten und welche Probleme in der Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden bestehen.

Ein weiteres sehr aktuelles Thema, das jedoch ein wenig in den Hintergrund gerückt ist, ist die Gesundheitspolitik. Wir redeten darüber, welche Wege es gibt, unser Gesundheitssystem zu stärken und mehr zu investieren. Ein Ansatz ist dort sicherlich den Privatisierungswahn in den Kliniken zu stoppen, denn Daseinsfürsorge sollte in der öffentlichen Hand liegen.

Am letzten Tisch ging es um das Bildungssystem. Die Schüler:innen berichteten über ihr Erfahrungen und Wünsche. Dabei ist Digitalisierung ein großes Thema, z.B. gibt es den Wunsch nach einer flächendeckenden Ausstattung mit Tablets. Auch kritisierten sie den geringen Praxisbezug an Gymnasien, so ist nur ein Praktikum in den neunten Klassen vorgesehen oder es gibt keinen großen Anteil an praktischen Unterrichtsstunden wie z.B. WAT an den Schulen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies eine sehr gelungene Veranstaltung war. Ich konnte sehr anregende Gespräche mit den Schüler:innen führen, bei denen auch sehr kritisch nachgefragt wurde. Ebenso hatte ich aber auch die Möglichkeit selbst Fragen zu stellen. Ich freue mich schon auf weitere Formate in dieser Form!

 

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