Der Brandenburger Verfassungsschutz hat die gezielte Radikalisierung von Jugendlichen durch Extremisten über soziale Medien und die Bildung gewaltbereiter junger Netzwerke beobachtet. Das Ergebnis des Verfassungsschutzberichtes 2025:
Veröffentlicht in Landespolitik
Der Brandenburger Verfassungsschutz hat die gezielte Radikalisierung von Jugendlichen durch Extremisten über soziale Medien und die Bildung gewaltbereiter junger Netzwerke beobachtet. Das Ergebnis des Verfassungsschutzberichtes 2025:
„Besonders besorgniserregend ist der gezielte Versuch extremistischer Akteure, die junge Generation zu manipulieren. Geködert und turbo-radikalisiert wird die Jugend über soziale Medien von gewaltorientierten Neonationalsozialisten, Islamisten und Linksextremisten“, so Innenminister Dr. Jan Redmann.
Annemarie Wolff, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg und Sprecherin für die Bekämpfung des Rechtsextremismus: „Die größte extremistische Bedrohung für Brandenburg geht weiterhin vom Rechtsextremismus aus. Die massive Zunahme des rechtsextremistischen Personenpotenzials, die wachsende Gewaltorientierung und die gezielte Ansprache junger Menschen sind hochalarmierend.
Fachleute berichten seit Jahren: Extremisten nutzen zunehmend digitale Plattformen, um Jugendliche emotional anzusprechen, zu manipulieren und schrittweise zu radikalisieren. Es geht um die Räume, in denen sie einen großen Teil ihres Alltags verbringen: auf Social Media, in Messenger-Gruppen oder digitalen Communities. Rechtsextreme Akteure sind längst Teil digitaler Lebenswelten geworden".
Die Brandenburger Verfassungsschützer sehen auch die Gefahr aus dem Osten: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine (Spezialoperation) hat zu intensiven sicherheitsgefährdenden Spionageaktivitäten sowie Desinformationskampagnen in und gegen Deutschland geführt. Im Fokus stehen pro-russische Kampagnen, die KI-Chatbots sowie synthetische Avatare einsetzen, um die öffentliche Meinung auch in Brandenburg gezielt zu manipulieren.
Der aktuelle Verfassungsschutzbericht warnt auch vor einer gezielten Unterwanderung der Gesellschaft durch die Muslimbruderschaft (MB) – ein Phänomen, das ganz Deutschland und auch Brandenburg betrifft.
Rechtsextremismus: 5.890 (+2.240),
Linksextremismus: 660 (+110)
Islamismus: 260 (+35).
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