Corona: Lassen wir die Maske fallen!

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Schleswig Holstein hat den Anfang gemacht. Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ist nicht mehr verbindlich, sondern nur noch eine Empfehlung. In Brandenburg und Berlin wird die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr am 2. Februar 2023 entfallen. Was kommt noch? Aktuell ergänzt! Von Hajo Guhl

Die Masken sind müde

In Berlin ist in S- und U-Bahnen zu beobachten: Die Fahrgäste sind seit einigen Wochen häufiger ohne Mund- und Nasenbedeckung unterwegs. Besonders in halbleeren Waggons.

Der Autor gibt es offen zu: Auch ich bin „maskenmüde“, meine Bereitschaft, das Ding in Supermärkten und in anderem Gedränge überzuziehen, sinkt. Dabei ist es weniger mangelnde Einsicht als Überdruss. Wer mit dem Smartphone an der Kasse zahlt, weiß wovon ich rede: Maske ab, Smartphone ans Bezahlsystem der Kasse halten, dem Smartphone Gelegenheit geben sich zu identifizieren, Maske wieder über die Nase ziehen. Aber das ist wohl das geringste Problem!

Corona ist nicht vorbei

Weltweit grassiert zur Zeit die neueste Corona-Mutante, namens XBB 1.5. In den USA hat sie inzwischen alle anderen Omikron-Varianten in der Infektionsstatistik abgelöst. Das Virus schleicht sich nicht aus wie das Virus der Spanischen Grippe anno 1923. Wie es in Ihren Landkreis aussieht, erfahren sie beim aktuellen Dashboard des RKI.

Quasi über Nscht hat die chinesische Führungsriege die meisten Quarantäne-Maßnahmen (Lock Down) fallen gelassen, nachdem das Volk nach drei Jahren Hausarrest gegen die Obrigkeit rebellierte und dem konfuzianisch geprägten Kommunismus seine Grenzen aufzeigte. Jetzt reist der chinesiche Mittelstand  wieder frei und wird sich die Welt anschauen, wie wir es seit Jahrzehnten tun.

Was das für das Corona-Infektionsgeschehen bedeutet, steht allerdings in den Sternen. Denn Corona breitet sich in in der Volksrepublik China gerade rasend aus und das Gesundheitssystem scheint an seine Grenzen zu geraten. Das ist übrigens der beste Zeitpunkt, an dem Viren-Mutationen besonders gerne auftreten und sich durchsetzen!

Status Deutschland

Deutschland steht nach drei Jahren Corona im Grunde nicht schlecht da: Die Quote der vollständig Geimpften mit Auffrischung ist relativ hoch (Brandenburg allerdings nur 55,8 Prozent), ebenso die Zahl der Genesenden (rund 40 Prozent der Bevölkerung im Bundesgebiet).

Wie im Herbst und Winter üblich treten derzeit vermehrt akute Atemwegsinfektionen in Deutschland auf, berichtet das Robert Koch Institut.  Nach wie vor zirkulieren SARS-CoV-2 und verschiedene andere Atemwegsviren in der Bevölkerung. Darüber hinaus hat Ende Oktober die Grippewelle begonnen – deutlich früher als in den vorpandemischen Jahren. Die Maske in Menschenmengen, beim Arzt oder im Krankenhaus bleibt sinnvoll. Auch wer reist, sollte sich informieren, wie es um Corona in seiner Zielregion steht.

Jetzt wird der Ruf laut, die offizielle Corona-App erst einmal stumm zu schalten! Die Anzahl der neu gemeldeten Infektionen sei zu niedrig, die Zugriffe zu gering. Es war kurz vor Weihnachten, als auf meiner Corona-App zum letzten Mal eine Rote Kachel aufpoppte: „Sie haben sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten!“ Es war blinder Alarm und der Termin nicht ganz plausibel. Dennoch!

Entwickelt die Corona App weiter

Aber deshalb alles in die Tonne treten? Wie wär's mit einem elektronischen Impfpass? Die Idee stammt nicht von mir! Mein hässlicher gelber analoger Pass stammt aus den Achtziger Jahren, er hat Lücken ohne, der Rest meiner Impfkarriere davor ist in den Zeitläuften verschwunden. Ein elektronischer Nachfolger bietet sich an. Die Gesundheitskarte meiner Krankenkasse erhielt ich übrigens in den Neunzigern. Es gäbe also etwas mehr zu tun als die Gesundheitsämter mit etwas Modernerem auszustatten als es die Faxgeräte vor drei Jahren waren! Die Digjitalisierung soll schließlich voranschreiten!

 

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